Was sind Luminenzstrahler?

Was sind Luminenzstrahler?

Lumineszenzstrahler sind Lichtquellen, die aus chemischen oder elektrischen Prozessen entstammen. Die zugeführte Energie wird unmittelbar in Licht umgewandelt. Sie wird dabei nicht aus einem glühenden Körper erzeugt und hat daher keinen thermischen Ursprung. Diese Energie wird als kaltes Licht bezeichnet und die Kaltlichtstrahler werden unter dem übergeordneten Begriff der Lumineszenz vereint.

Was gehört zu den Lumineszenzstrahlern?

Lumineszenzstrahler umfassen organische Leuchtdioden (OLED) und anorganische Leuchtdioden (LED) und Elektrolumineszenz-Folien. Diese nutzen allesamt die Elektrolumineszenz, wobei das Licht durch das Anlegen eines elektrischen Feldes oder einer elektrischen Spannung in einem festen Körper erzeugt wird.

Eine andere Kategorie der genannten Strahler sind Gasentladungslampen wie Natriumdampflampen oder Leuchtstoffröhren. Bei diesen Lampen werden Atome durch Stöße in Bewegung gebracht und die umgewandelte Energie in einem Fluoreszenzprozess wieder abgegeben.

Welche Spektren weisen die Strahler aus?

Je nach Bauart unterscheiden sich die Spektren von Lumineszenzstrahlern stark. Es gibt Linienspektren, Bandenspektren und kontinuierliche Spektren. So wird bei der Leuchtstoffröhre das UV-Licht in ein Bandenspektrum umgewandelt, das im menschlichen Auge weiß ist. Natriumdampflampen hingegen weisen ein Linienspektrum mit oranger Linie auf.

Die gängigsten Strahler: Ein Überblick

Entladungslampen: Zur Anregung von Entladungslampen wird elektrische Energie benutzt, wobei Elektrolumineszenz auftritt. Bei niedrigem Druck senden die Lampen Linienspektren aus. Wird der Druck erhöht, tritt zunehmend Linienverbreitung und schlussendlich ein Kontinuum auf. Im Gegensatz zu einfachen Glühlampen hängen Entladungslampen von besonderen Betriebs- und Zündbedingungen ab, weshalb Zusatzeinrichtungen erforderlich sind. Diese finden sich gewöhnlich getrennt von der Lampe im Leuchtengehäuse.

Leuchtstofflampen: Die Innenseite des Glaskolbens sind Leuchtpigmente aufgeschichtet. Mit Hilfe von Fotolumineszenz wird die UV-Strahlung in Entladung von Licht umgewandelt. Das Emissionsspektrum der Leuchtstofflampen kann stark variiert werden, wodurch ermöglicht wird, die Lichtfarbe diversen lichttechnischen Bedürfnissen anzupassen. Zusätzlich ermöglicht die kompakte Form der Leuchtstofflampen ein besonders breites Anwendungsgebiet, von der Beleuchtung in der Garage bis zur Industrie.

Natriumdampflampen: Diese Lampen sind in der Lage, eine extrem hohe Lichtausbeute von bis zu 150 Im/W zu erzielen. Dennoch werden Natriumdampflampen wegen ihrer gelben Strahlung nur beschränkt angewendet, unter anderem bei der Straßenbeleuchtung, um Kreuzungen und gefährliche Stellen zu kennzeichnen.

Xenon-Hochdrucklampen: Diese Lampen weisen einen besonders hohen spektralen Strahlungsfluss auf, wobei die Strahlung von UV bis zum IR reicht. Das Xenonlicht hat eine besonders hohe Farbtemperatur, die von 5000 K bis 6000 K reicht und dem Sonnenlicht ähnelt. Es ist besonders gut für die Farbwiedergabe geeignet, weshalb Xenonlampen für Farbfilmprojektionen oder beim Vergleich von Farbmustern als Beleuchtung verwendet wird.

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